Was löst ein Blutgerinnsel im Gehirn aus?

Blutgerinnsel, die ins Gehirn geschwemmt werden, sind eine Ursache für Schlaganfälle. Das Gerinnsel bleibt dort stecken, wo das Blutgefäß durch die immer feinere Verästelung zu eng wird. Das Gehirnareal, das von diesem Gefäß versorgt wird, wird von der lebenswichtigen Sauerstoffzufuhr abgeschnitten und stirbt ab. Art und Ausmaß der Ausfallerscheinungen hängen von der Gerinnselgröße und der Funktion des betroffenen Gehirnareals ab.

Verträglichkeit von Antikoagulanzien

Manche Patienten hegen Vorbehalte gegen den Einsatz von Antikoagulanzien. Dahinter steckt die Sorge, dass die Hemmung der Blutgerinnung im Falle einer Verletzung oder einer Notfalloperation eine zusätzliche Gefährdung darstellt und das Risiko für innere Blutungen erhöht wird. Dazu werden Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten und Nahrungsmitteln befürchtet, die das Blutungsrisiko ebenfalls erhöhen könnten.

Tatsächlich muss die Dosis korrekt gesteuert werden, um eine ausreichende Wirkung zu erzielen, ohne das Blutungsrisiko unvertretbar hoch werden zu lassen. Bei Vitamin K Antagonisten, wie Marcumar® oder Sintrom®, muss die korrekte Dosierung durch engmaschige Laborkontrollen ermittelt und laufend kontrolliert werden. Die neuen nicht Vitamin K abhängigen oralen Antikoagulanzien (NOAKs) ermöglichen eine Gerinnungshemmung ohne relevante Nahrungsmittelinteraktionen und ohne aufwändige Laborkontrollen durchführen zu müssen. Damit ist die Therapie sowohl einfacher als auch anwenderfreundlicher geworden. Konstante Wirkstoffspiegel von Antikoagulanzien im Blut sind wesentlich für eine gute Wirksamkeit und Sicherheit. Daher ist es bei Antikoagulanzien besonders wichtig, sie regelmäßig und wie verordnet einzunehmen, um das Risiko eines Schlaganfalles andauernd zu reduzieren.

Patienten sollten mit Ihrem Arzt besprechen, weilche Therapie für sie am besten geeignet ist. Im Falle von Verletzungen stehen Methoden und Mittel zur Verfügung, auch stärkere Blutungen zu behandeln.